Biografie

Doris Dedual wächst in Zürich auf. Persönliche
Begegnungen mit
Künstlerpersönlichkeiten
bewegen sie, sich seit 1970 autodidaktisch
zur Bildhauerin auszubilden. Sie experimen-
tiert und setzt sich mit verschiedenen plasti-
schen Materialien und Techniken auseinander.


Ihren ersten Versuchen in Gips folgen Bronce-
güsse. Auftragsarbeiten in Bronce ermögli-
chen Doris Dedual ein kontinuierliches künst-
lerisches Weiterarbeiten. Sie beschäftigt sich
mit einer schlichten organischen Formenwelt
und setzt diese mit grosser Intuition gefühlvoll
um. Die Senkrechte ist in ihrer Arbeit vorherr-
schend.


Begleitet werden die bildhauerischen Arbeiten
von feingliedrigen konstruktiven Malereien. Als
Folge einer Studienreise 1995 nach Ägypten
gibt sie die Malerei auf und konzentriert sich
seither ausschliesslich auf die Bildhauerei.


1988 entdeckt Doris Dedual den Stein als
Arbeitsmaterial. Ersten Versuchen mit Marmor
folgen Plastiken in typischen toskanischen
Gesteinen wie Gesso, Trachit, Tuff und Ala-
baster. In den Steinbrüchen wählt sie sorgsam
die Steine nach ihrer Beschaffenheit, Farbe
und Form aus. Häufig sind die so gefunde-
nen Formen Ausgangsbasis für die Weiterar-
beit bis zur endgültigen Skulptur. Es entsteht
ein Dialog zwischen Material, Form und der
Künstlerin. Die Formen sind der Natur nahe.
Sie bleiben organisch und in sich ruhend, fein
geschliffen. Die Senkrechte verabschiedet
sich. Die Härte des Steins und dessen Wider-
stand fordern ihre Hartnäckigkeit und geben
ihr gleichzeitig Energie zurück.